Wer nur den lieben Gott läßt walten - Lindemann-Nidderau

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Georg Neumark (* 16. März 1621 in Langensalza; † 8. Juli 1681 in Weimar)
war ein deutscher
Dichter und Komponist von protestantischen Kirchenliedern.

Wer nur den lieben Gott läßt walten
1
Wer nur den lieben Gott läßt walten
Und hoffet auf ihn alle Zeit,
Den wird er wunderbar erhalten
In aller Not und Traurigkeit.
Wer Gott, dem Allerhöchsten traut,
Der hat auf keinen Sand gebaut.
2
Was helfen uns die schweren Sorgen,
Was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es, daß wir alle Morgen
Beseufzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreuz und Leid
Nur größer durch die Traurigkeit.
3
Ja, halte nur ein wenig stille
Und sei doch in dir selbst vergnügt,
Wie unsres Gottes Gnadenwille,
Wie sein' Allwissenheit es fügt
Gott, der uns ihm hat auserwählt,
Der weiß am besten, was uns fehlt.
4
Sing, bet' und geh auf Gottes Wegen,
Verricht das Deine nur getreu
Und trau des Himmels reichem Segen,
So wird er bei dir werden neu.
Denn welcher seine Zuversicht
Auf Gott setzt, den verläßt er nicht.


Originaltext von 1659:

1.
Wer nur den lieben Gott läst walten
Und hoffet auf Ihn allezeit
Der wird Ihn wunderlich erhalten
In aller Noht und Traurigkeit.
Wer Gott dem Allerhöchsten traut
Der hat auf keinen Sand gebaut.

2.
Was helfen uns die schweren Sorgen?
Was hilft uns unser Weh und Ach?
Was hilft es daß wir alle Morgen
Beseuftzen unser Ungemach?
Wir machen unser Kreutz und Leid
Nur größer durch die Traurigkeit.

3.
Man halte nur ein wenig stille
Und sey doch in sich selbst vergnügt
Wie unsres Gottes Gnadenwille
Wie sein’ Allwissenheit es fügt
Gott der uns Ihm hat auserwehlt
Der weis auch sehr wohl was uns fehlt.

4.
Er kennt die rechte Freudenstunden
Er weis wohl wenn es nützlich sey
Wenn Er uns nur hat treu erfunden
Und merket keine Heucheley.
So kömmt Gott eh wir uns versehn
Und lesset uns viel Guts geschehn.

5.
Denk nicht in deiner Drangsalshitze
Daß du von Gott verlassen seyst
Und daß Gott der im Schoße sitze
Der sich mit stetem Glükke speist.
Die Folgezeit verändert viel
Und setzet Jeglichem sein Ziel.

6.
Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen
Und ist dem Höchsten alles gleich
Den Reichen klein und arm zu machen
Den Armen aber groß und reich.
Gott ist der rechte Wundermann
Der bald erhöhn / bald stürtzen kan.

7.
Sing / bet / und geh auf Gottes Wegen
Verricht das Deine nur getreu
Und trau des Himmels reichem Segen
So wird Er bey dir werden neu.
Denn Welcher seine Zuversicht
Auf Gott setzt / den verläst Er nicht.
La Bohème
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